Trommler- und Pfeiferkorps
Zu Beginn fester Bestandteil der Schützenbruderschaft
Wie viele andere Vereine, so war auch das Trommler- und Pfeiferkorps Schalbruch in seiner Anfangsphase ein Bestandteil der Schützenbruderschaft St. Peter & Paul Schalbruch.
Das erste Korps bestand nur aus vier musikliebenden Männern, die ihren ersten öffentlichen Auftritt im Jahre 1921 hatten.
Mehr zum Trommler- und Pfeiferkorps unter www.tpkschalbruch.de
Im Laufe der Zeit wuchsen sie zu einem festen Block zusammen und entwickelten einen eigenen Vereinsgeist. So war es nicht verwunderlich, dass diese vier im Jahre 1927 den Entschluss fassten, sich von der Schützenbruderschaft zu trennen, um einen selbständigen, größeren Verein zu gründen. Von den zwölf Männern der ersten Stunde lebt heute nur noch Gründer und Ehrenmitglied Leo Spätgens. Die Kosten für die Anschaffung neuer Instrumente - eine Flöte kostete 6,50 Reichsmark, eine Trommel 42,00 RM - mußte jeder Musikant selber tragen. Auch die erste Uniform, die im Jahre 1929 gekauft wurde, bezahlte jedes Mitglied aus eigener Tasche. Leo Spätgens erlernte das Spiel nach Noten sowohl für Flöte, als auch für Trommel und wurde erster Übungsleiter des Vereins. Bis Ende der vierziger Jahre hinein war er verantwortlich für das musikalische Profil des Korps. Er leistete hervorragende Arbeit und hatte jederzeit ein schlagkräftiges Korps zur Stelle. Es war in erster Linie sein Verdienst, daß der Verein in den dreißiger Jahren bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs einen ausgezeichneten Ruf innerhalb und außerhalb des Dekanats Gangelt genoss und bei Trommlerwettstreiten von seinen Konkurrenten als starker Gegner ´gefürchtet´ war. Man hatte stets einen festen Platz in der spielstärksten A-Klasse und mancher Ehrenpreis wanderte in den Schalbrucher Trophäenschrank.
Auch die Jugendarbeit wurde nicht vernachlässigt. Nach zweijähriger Ausbildungszeit durch Leo Spätgens präsentierte sich im Jahre 1934 erstmals ein Jugendkorps, bestehend aus neun Mann, der Öffentlichkeit. Dieser Auftritt erfolgte zufällig beim 1. Verbandsfest des Verbandes Gangelt für Trommlerkorps in Saeffelen. Das Jugendkorps wurde in die B-Klasse eingestuft und gewann auf Anhieb gegen starke Seniorenkonkurrenz sämtliche Ehrenpreise.
Diese Blütezeit des Vereins wurde durch den Ausbruch des 2. Weltkriegs jäh beendet. Durch den Einzug der meisten Aktiven zum Militärdienst mußte der Spielbetrieb im Jahre 1939 eingestellt werden. Es dauerte bis zum Jahre 1947 ehe ein ´Notkorps´ wieder durch die Schalbrucher Straßen zog. Ab dem Jahre 1948 verlief der Spielbetrieb dann wieder in normalen Bahnen. Es fand eine fast vollständige Neuformierung des Korps statt. Viele alte Spielleute waren im Krieg gefallen oder galten als vermißt, andere konnten behindert durch Verletzungen oder aus Altersgründen am Spielbetrieb nicht mehr teilnehmen.
Als Motor des Wiederaufbaus muss man Arnold Mohren bezeichnen. Er war in den fünfziger und sechziger Jahren Tambourmajor, 1. Vorsitzender, Schriftführer und Kassierer in einer Person. Leo Spätgens blieb weiterhin Übungsleiter und war zuständig für die Flötisten, währen Arnold Mohren die Ausbildung der Tambouren übernahm. Der Klangkörper verbesserte sich schnell und stetig. Der Verein nahm jetzt regelmäßig an Trommlerwettstreiten, Freundschaftstreffen und Schützenfesten teil. Der Lohn für fleißiges Üben blieb nicht aus. Sowohl im Zusammen- als auch im Solistenspiel konnten viele 1. Preise gewonnen werden.


